Diskussion

wann macht ein Boykott sinn?

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Die beiden größten Boykott-Aktionen in der Geschichte des internationalen Sports waren leider höchst unsportlich – nämlich jene, die 1980 und 1984 im Zeichen des Kalten Krieges stattfanden. Dass sowjetische Soldaten in den afghanischen Bürgerkrieg eingriffen, warf sicherlich einen dunklen Schatten auf die Olympischen Sommerspiele in Moskau. Doch dass ausgerechnet die USA eine Boykottaktion der westlichen Staaten initiierten, besitzt eine makabre Komponente. Schließlich hatten sie nur fünf Jahre zuvor mit dem Vietnamkrieg einen vergleichbaren und noch blutigeren und längeren Krieg beendet. Dass dann vier Jahre später die Sowjetunion (plus Verbündete) die Spiele in Los Angeles boykottierte, war nicht mehr als eine lausig begründete Retourkutsche. In beiden Fällen wurde die Waffe des Boykotts für zweifelhafte politische Scharmützel benutzt und dem Sport und seinen Athlet/innen damit schwer geschadet.

Die Versuche von NGO’s und sonstigen Protestbewegungen, die Austragung von olympischen oder WM-Turnieren zu boykottieren, sind samt und sonders gescheitert. Jedenfalls in dem Sinne, dass die Veranstaltungen nicht verhindert werden konnten. Vielleicht war das oft auch nur das erklärte, nicht aber das wichtigste Ziel der jeweiligen Initiatoren. Es ist zu vermuten, dass sie vor allem erreichen wollten, dass die politischen Ziele ihrer Aktion stärkere öffentliche Beachtung finden.

Dass dies gelingen kann, zeigt ein Blick auf die Proteste gegen das WM-Turnier 1978 in Argentinien, bei denen erreicht wurde, dass die Brutalität der argentinischen Militärjunta sicherlich viel stärker in den öffentlichen Fokus gerückt wurde, als dies ohne die Protestbewegung geschehen wäre. Bis heute verzichtet kein historischer Rückblick auf der 1978er Turnier darauf, die Diktatur zu thematisieren, oft steht dieser Aspekt sogar im Vordergrund. Die Intention der Junta wie auch der FIFA, koste was es wolle, ein „schönes“ Turnier durchzuführen und die Welt damit zu beeindrucken, konnte in der historischen Rückschau recht erfolgreich durchkreuzt werden.

Was es dagegen noch nicht gegeben hat, ist der Boykott eines Sportereignisses aus einem Grund, der primär – oder jedenfalls wesentlich – beim Veranstalter selbst zu suchen ist, also hier: beim IOC oder der FIFA. Kritik an diesen Dachorganisationen gibt es reichlich, zu einer öffentlich wahrnehmbaren Protestbewegung z.B. im Rahmen von Sportereignissen ist es aber bisher nicht gekommen.

Aus welchem Anlass, ab welchem Punkt es sinnvoll erscheint, nicht bei kritischer Kommentierung stehen zu bleiben, sondern eine Boykott-Bewegung ins Leben zu rufen, will der folgende Beitrag untersuchen.

 

Kriterien für einen Boykott

Die historischen Beispiele 2000 Sydney und 2010 Vancouver zeigen, dass es im jeweiligen Austragungsland spezielle Gründe für Proteste gegen Olympia bzw. eine WM geben kann – meist sind sie sozialer oder ökologischer Natur. Ähnliches gilt für Proteste, die sich bereits bei der Bewerbung von Städten oder Staaten für solch ein Ereignis herausbilden – wie beispielsweise bei Berlins Bewerbung für 2000 oder Hamburgs Bewerbung für 2024. 

Da Großveranstaltungen wie Olympia oder Fußball-WM zumindest bisher grundsätzlich mit erheblichen ökologischen Belastungen verbunden waren (schon durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen) und zudem die öffentlichen Finanzen stark strapazieren, sind Kriterien darüber, wann hier eine „Grenze“ erreicht ist und eine internationale Protest-/Boykottbewegung sinnvoll ist, schwer zu finden. Es hängt nicht unerheblich davon ab, welche Breite eine solche Bewegung im Gastgeberland erreicht hat. Die „Anti-Olympic Alliance“ 2000 in Australien hätte es jedenfalls verdient gehabt, deutlich mehr internationalen Widerhall zu finden.

Andererseits muss man sehen, dass es wohl kein Land auf der Welt gibt, in dem ideale Zustände in puncto Sozialstaat, Ökologie oder Demokratie herrschen, in dem die Menschenrechte ohne faktische Einschränkungen garantiert sind und in dem nicht Streitkräfte oder Rüstungsbetriebe existieren, die in zweifelhaften Kriegen eingesetzt werden. Wollte man mit dieser Blaupause filtern, so würde sich kaum ein Land finden, dem man eine WM oder Olympische Spiele guten Gewissens übertragen könnte.

Eine Boykott-Aktion gegen ein bestimmtes Gastland erfordert eine deutliche Ächtung dieses Landes und setzt daher voraus, dass überzeugende Gründe für eine solche Ächtung existieren.

 

1. Teilnahme an völkerrechtswidrigen Kriegen

Internationaler Sportturniere beanspruchen für sich, der „Völkerverständigung“ zu dienen. Damit unvereinbar ist die Gastgeberrolle eines Landes, das (aktuell oder in jüngster Vergangenheit) an einem völkerrechtswidrigen Krieg teilgenommen oder ihn unterstützt hat.

So jedenfalls argumentiert Glenn Jäger an, Autor des aufschlussreichen Buches „In den Sand gesetzt. Katar, die FIFA und die Fußball-WM 2022“. Für ihn ist mit diesem Kriterium Katar aus dem Rennen, weil es sich bis 2017 am Krieg im Jemen und bis heute an den Krieg in Syrien und Libyen beteiligt hat (bzw. dort agierende Islamisten unterstützt). Als Gastgeber wären demnach generell alle Staaten ausgeschieden, die an den Kriegen in Jugoslawien, Syrien, Libyen oder Afghanistan teilgenommen haben oder noch teilnehmen. Aus diesem Grund hätte – Jäger zufolge – eine WM 2006 in Deutschland nicht stattfinden dürfen, ebenso wenig in naher Zukunft eine WM in den USA.

Seltsamerweise stört sich Jäger allerdings nicht an einem Gastgeber Russland, dessen Annexion der Krim und dessen Beteiligung am Krieg in Syrien er offensichtlich nicht als völkerrechtswidrig ansieht. Schon daraus wird deutlich, dass ein eindeutiges Kriterium aus einer Kriegsbeteiligung als solcher kaum gewonnen werden kann, und auch nicht daraus, ob die UNO diesen Krieg explizit billigt oder nicht. Letztlich wird man nicht darum herumkommen, den politischen Stellenwert eines Krieges zu beurteilen. Sofern an diesem Punkt eine breite internationale Anti-Kriegsbewegung existiert, wäre es zwingend notwendig, dem „kriegstreibenden“ Land eine Gastgeberrolle zu verweigern bzw. die Austragung eines Turniers zu entziehen.

Was Katar angeht, so sind ihre diversen Kriegsbeteiligungen m.E. vor allem im Kontext mit der Unterstützung radikal-islamistischer Strömungen zu sehen.

 

2. Unterstützung terroristischer Gruppen

Saudi-Arabien und andere arabische Staaten haben ihre Blockade gegen Katar 2017 damit begründet, dass das Emirat terroristische Gruppierungen unterstützt. Der Vorwurf ist zwar zutreffend, trifft aber für Saudi-Arabien selbst höchstwahrscheinlich ebenso zu, so dass die Gründe für die Blockade wohl woanders zu suchen sind.

Zu den Aktivitäten Katars auf diesem Gebiet sagt Wikipedia:

„Katar gilt neben der Türkei unter Erdoğan als wichtigster Unterstützer der Muslimbruderschaft und anderer radikaler Gruppen. Die Muslimbrüder werden mit ihrer Forderung zum Aufbau eines islamischen Staates von den arabischen Herrscherhäusern als Bedrohung ihrer Monarchien betrachtet.
 Nach Einschätzung von Experten unterstützt die katarische Regierung islamistische Terrorgruppen wie al-Qaida, die syrisch-oppositionelle al-Nusra-Front und den Islamischen Staat. (…) Viele islamistische Terroristen leben seit Jahren trotz internationaler Proteste unbehelligt in Katar.“

Der Islam ist in Katar Staatsreligion, die meisten katarischen Staatsbürger bekennen sich zur äußerst konservativen wahhabistischen Strömung, die auch in Saudi-Arabien gepflegt wird. Die massive Unterstützung der Muslimbruderschaft (die streng islamische Staatsstrukturen anstreben) erklärt sich aus ideologischen Überschneidungen mit dem Wahhabismus, aber auch aus außenpolitischem Kalkül. Die Unterstützung für al-Nusra bzw. den Islamischen Staat ist m.E. zwar nicht eindeutig bewiesen, wird aber durch viele Hinweise hinreichend belegt, um eine politische Ächtung des Staates Katar zu begründen.

 

3. Menschenrechte

Die FIFA folgt in einem Beschluss vom Mai 2017 der Menschenrechtserklärung der UNO und verspricht, die Menschenrechte in all ihren Tätigkeiten zu beachten. Sie sollen künftig (also ab 2026) Teil der Ausschreibung für eine WM-Ausrichtung werden. Da die Erklärung nach der Vergabe des WM-Turniers 2022 erfolgte, gilt dies für Katar noch nicht. 

Ohnehin betrachtet die FIFA die Menschenrechtssituation nur im Kontext mit dem jeweiligen Turnier. Was zeitlich oder sachlich nichts mit der WM-Austragung zu tun hat, spielt für die FIFA somit keine Rolle. Hieße beispielsweise: Menschenrechtsaktivisten, die für Religionsfreiheit eintreten, sollten nach dem Willen der FIFA während des WM-Turniers nicht mit Repressionen rechnen. Ob sie vor oder nach dem Turnier Schikanen ausgesetzt sind, beachtet die FIFA nicht weiter. Ebenso interessieren die FIFA die skandalösen sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in Katar nur insoweit, als die die Baustellen der WM-Stadien betreffen.

Dieser Ansatz bedeutet (wenn er denn umgesetzt wird) zwar einen Fortschritt gegenüber der bisherigen Praxis, reicht aber bei weitem nicht aus. Demnach hätte – bei vergleichbarem Vorgehen – auch die Nazi-Olympiade von 1936 durchgehen können. Es müsste einen Ansatz geben, die Menschenrechtslage in einem möglichen Austragungsland generell zu betrachten, um beurteilen zu können, ob dieses Land für eine Gastgeberrolle überhaupt in Frage kommt. Ein eindeutiges Kriterium sollte sein, inwieweit das Land zumindest formal-juristisch die demokratischen Grundrechte garantiert. Bei Katar ist dies ganz offensichtlich nicht der Fall: Homosexualität wird mit Gefängnis bis zu fünf Jahren zuzüglich Prügel bestraft. Religionsaustritt bzw. Wechsel vom Islam in eine andere Religion gilt als Kapitalverbrechen und kann theoretisch mit dem Tod bestraft werden (auch wenn dies in jüngster Zeit nicht vorgekommen ist).

Auch Frauen werden in Katar nicht nur in Alltag, sondern auch vor Gericht benachteiligt. Wikipedia nennt als Beispiele u.a.: „Beim Tod einer Frau ist nur halb so viel Entschädigung zu entrichten wie beim Tode einer männlichen Person. Erhebt eine Frau Anzeige wegen einer Vergewaltigung, riskiert sie eine Haftstrafe aufgrund des gleichzeitig stattgefundenen außerehelichen Geschlechtsverkehrs.“

Somit gelten in Katar schon formaljuristisch nicht das Recht auf freie Religionsausübung, auf selbstbestimmte sexuelle Orientierung und keine Gleichheit der Geschlechter. Das allein sollte ausreichen, das Land nicht als WM-Ausrichter infrage kommen zu lassen. 

(Anmerkung: Ob ein Land infrage kommt, das die Menschenrechte zwar per Verfassung garantiert, faktisch aber grob verletzt, muss natürlich im Einzelfall diskutiert werden, spielt aber wegen der genannten gesetzlichen Regelungen bezüglich Katar keine Rolle.)

 

4. Die Politik der FIFA

Spätestens seit 1978 wird die Tätigkeit der FIFA zunehmend kritisch gesehen, wobei sich der Fokus immer stärker auf ihr finanzielles Gebaren rund um die WM-Turniere richtet. Korruption spielt dabei ebenso eine Rolle wie Willfährigkeit gegenüber den Sponsoren. Diese äußert sich in seltsamen Anforderungen an die Turnierausrichter – bis hin zur vorgeschriebenen Biermarke, die in den Stadien ausgeschenkt werden darf. Die FIFA verlangt für das Turnier einen Gigantismus, der den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen sowie der Fußballkultur im Gastgeberland kaum Beachtung schenkt. Entscheidend sind die Interessen der Sponsoren sowie die Möglichkeiten einer weltweiten Vermarktung via TV. Insofern ist es ihr ziemlich egal, ob ein WM-Finale im Maracana stattfindet oder in einer Potemkin‘schen Stadionkulisse irgendwo in der Wüste.

Die örtliche Bevölkerung, die von diesem Gigantismus und von teils absurden FIFA-Auflagen betroffen ist – sei es durch Naturzerstörung, durch Zwangsumsiedlungen bei Stadionneubauten oder einfach dadurch, dass öffentliche Gelder in das WM-Turnier statt in soziale Projekte fließen – wehrt sich zunehmend dagegen. In demokratischen Gesellschaften, in denen sich dieser Protest artikulieren kann, führt dies zu Problemen bis hin zum Rückzug von Bewerbungen. Daher werden Großereignisse wie die Fußball-WM oder Olympische Spiele zunehmend in autokratisch oder diktatorisch regiert Länder vergeben.

Die Vergabe der WM 2022 an Katar demonstrierte überdeutlich, welch abstruse Folgen das System der FIFA hervorbringt. Es gibt keinen einzigen sachlichen Grund, dort ein WM-Turnier auszurichten. Entscheidend ist allein die Gier nach Geld, ob mittels Korruption in dunklen Kanälen oder ganz offiziell über die finanzielle Potenz des katarischen Emirats. Katar symbolisiert auf besonders sinnliche Weise die fatale Fehlentwicklung in der FIFA und bietet sich für eine Boykottbewegung daher geradezu an.

 

5. Katar ist kein Fußball-Land

Fast alle für die WM gebauten Stadien sind nach der WM völlig nutzlos; ihr Fassungsvermögen übersteigt oft die örtliche Bevölkerungszahl. Ohnehin liegen alle in einem absurd engen Radius. Daher werden einige nach dem Turnier abgebaut, die übrigen vielfach anders genutzt. Es sind nicht mehr als gigantische Jahrmarktbuden.

Dass Katar bis heute über keine gewachsene Fußballkultur verfügt, ist unbestreitbar. Und es ist ein weiteres Argument gegen eine WM dort. Denn dieser Umstand verstärkt den Trend, das WM-Turnier nicht als großes Völkertreffen zu sehen, als Zusammen-Kommen und Zusammen-Feiern von Fans aus aller Welt, sondern als ein TV-gerecht inszeniertes Medienspektakel. 

Zwar kann man ein WM-Turnier sehr wohl unter dem Gesichtspunkt einer „Fußball-Entwicklungshilfe“ sehen. Aber das beträfe wohl eher Länder, in denen viel Fußball gespielt, aber wenig Geld vorhanden ist. Da könnte die FIFA ihre Millionengewinne aus dem Turnier gut einsetzen. 

Nicht stichhaltig dagegen ist die Kritik an der hitzebedingten Verschiebung des Turniers in den Winter. Das ist für europäische Fans und Vereine vielleicht unangenehm, aber nicht wirklich ein Argument. Für die Länder der südlichen Halbkugel findet die WM fast immer im Winter statt. Die Berücksichtigung klimatischer Bedingungen sollte selbstverständlich sein.

 

Fazit

Der Beitrag wollte zeigen, dass es Argumente gegen eine WM in Katar reichlich gibt. Auf eine Zusammenfassung sei hier verzichtet, sie findet sich in unserem Boykott-Aufruf. 

Das Mittel eines Boykotts scheint uns als Ausdruck des Protestes die richtige Maßnahme zu sein, da sie die vielfältigen Kritikpunkte in einer praktischen Forderung bündelt und dabei auch auf die Sponsoren zielt, denen ihr gewaltiger finanzieller Einsatz ein wenig versalzen werden kann. Es ist auch kein unrealistisches Vorgehen, selbst wenn die WM selbst wohl kaum noch zu verhindern ist. Doch die Möglichkeit eines Boykotts ist schließlich nicht nur den teilnehmenden Verbänden, Teams oder Spielern gegeben, sondern natürlich auch jedem einzelnen Fußballfan. Auch als „Nur-Konsument“ hat er durchaus noch eine Macht. Er muss sich halt dem Spektakel und dem dazugehörigen Merchandising erklärtermaßen und konsequent verweigern.

 

Autor: Bernd Beyer


Zitate pro und contra Boykott

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„Wir werden uns über die neue politische Lage eng innerhalb der UEFA und auch mit der Bundesregierung abstimmen. Es sind noch fünf Jahre Zeit, in der politische Lösungen vor Boykottdrohungen den Vorrang haben müssen. (…) Ganz grundsätzlich sollte sich die Fußballgemeinschaft weltweit darauf verständigen, dass große Turniere nicht in Ländern gespielt werden können, die aktiv den Terror unterstützen.“

Reinhard Grindel im Juni 2017, damals noch als DFB-Präsident

 

„Ich würde als Fan nicht zur WM nach Katar fahren. Ethisch ist ein solcher Besuch nicht zu begründen. (…) Am besten wäre es, wenn die neue FIFA-Führung Katar die WM entzieht.”

Theo Zwanziger, ebenfalls ehemaliger DFB-Präsident, im Dezember 2015

 

„Sollte die Fifa nicht aus freien Stücken (wenn schon nicht aus eigener Einsicht) Katar die WM entziehen, muss die Politik sie dazu zwingen – mit einem Boykott.“

Andreas Hoidn-Borchers, Redakteur des „stern”, im Juni 2017

 

„Mit Blick auf die Themen Menschenrechtsverletzungen, Rassismus und Homophobie in Katar gab Keller zu Protokoll, dass die Nationalspieler ‚im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Stimme erheben‘ werden: ‚Unsere Spieler sind sich ihrer Rolle und Verantwortung durchaus bewusst.‘ Einen WM-Boykott schloss Keller aber aus: ‚Es macht keinen Sinn, zu Hause zu bleiben.‘"

Der aktuelle DFB-Präsident Fritz Keller laut SWR, im Dezember 2019

 

„Klare Kante von Riku Riski: Der finnische Nationalspieler verzichtet freiwillig auf die Reise ins Trainingslager nach Katar. Dort bereitet sich Finnland auf die im März beginnende Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 vor. Riski hat seine Entscheidung mit ethischen Bedenken begründet.“

Meldung im „Sport Buzzer“, im Januar 2019

 

„Man muss dem Land die Chance geben, sich zu zeigen und zu präsentieren. Und wer weiß, vielleicht wird es die beste WM aller Zeiten. Ich denke, die Leute haben es sich verdient. (…) Ich kann es wirklich kaum erwarten. Ich denke, es wird ein wundervolles Erlebnis."

Jürgen Klinsmann, im Oktober 2019

 

„Was hat der Klinsmann da gerade erzählt: Er freue sich so richtig auf die WM in Katar, die werde noch schöner als die WM in Russland! Da habe ich gedacht: Alter, das geht gar nicht. Die WM wird auf Leichen gebaut.“

Peter Lohmeyer, Schauspieler (Das Wunder von Bern), im Dezember 2019


Fata Morgana WM 2022